Aspirin®, Clopidogrel, Prasugrel und IIbIIIa-Antagonisten: Klinisch-prädiktive Untersuchung einer adäquaten Thrombozytenhemmung:
Eine adäquate Thrombozytenhemmung ist von herausragender Bedeutung für die Behandlung von Patienten mit einem hohen Risiko für arterielle Ischämien, zB nach Stenteinlage oder im akuten Koronarsyndrom.
Eine Aspirin- oder Clopidogrel-"Resistenz" (verminderter oder ausbleibender Effekt des Medikamentes im Patienten) führt zu einem signifikant erhöhten Risiko für thromboembolische Komplikationen. Multiplate® besitzt eine hervorragende Sensitivität für Aspirin®, Clopidogrel, Prasugrel®, Tiklopidin und IIb/IIIa-Hemmer.
In der bislang größten publizierten Studie zu den klinischen Auswirkungen einer Clopidogrel Resistenz wurde gezeigt, dass Patienten die mittels Multiplate als "low responder" stratifiziert wurden, ein 9,4 fach erhöhtes Risiko für eine Stentthrombose hatten (Sibbing D et al. J Am Coll Cardiol. 2009 Mar 10;53(10):849-56). Eine weitere Studie aus der Universität Wien hat die hervorragende Prädiktivität von Multiplate für diese Anwendung bestätigt (Siller-Matula JM et al. J Thromb Haemost. 2010 Feb;8(2):351-9). Die Prädiktivität von Multiplate wurde zudem auch im Bereich der Neuroradiologie nachgewiesen (Mueller-Schunk S et al. Am J Neuroradiol. 2008 Apr;29(4):786-91).
Thrombozytenfunktionsstörungen können intra- und postoperative Blutungen verursachen. Die häufigste Ursache für eine gestörte Thrombozytenfunktion ist die Einnahme thrombozytenhemmender Medikationen, die mittels Multiplate schnell und sensitiv nachgewiesen werden können. Durch die Möglichkeit der direkten Analyse von Vollblut ohne personal- und zeitaufwändige Zentrifugationsschritte kann die Analyse am Multiplate patientennah durchgeführt werden. Die klinische Prädiktivität von Multiplate im perioperativen Bereich wurde in mehreren klinischen Studien gezeigt (Rahe-Meyer N et al. Acta Anaesthesiol Scand. 2009 Feb;53(2):168-75. Rahe-Meyer N et al. Anesth Analg. 2008 Dec;107(6):1791-7. Mengistu AM et al. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2008 Feb;22(1):40-6.
Screening nach Thrombozytendefekten:
Thrombozytendefekte wie M. Glanzmann, Bernard-Soulier-Syndrom können am Multiplate direkt im Vollblut nachgewiesen werden (Awidi A et al. Platelets. 2009 Aug;20(5):297-301).
Funktionelle Detektion einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT)
Aktuelle Studie aus dem Tenon Krankenhaus in Paris (Elalamy I et al; J Thromb Haemost. 2009 Nov;7(11):1932-4) und der Universität von Sydney (Morel-Kopp MC at al, Thromb Res. 2010 May;125(5):e234-9) zeigen, dass Multiplate für die funktionelle Detektion einer HIT verwendet werden kann. Vorteile sind das kleine Probenvolumen an Spenderblut, eine einfache und schnelle Prozedur sowie eine hohe Sensitivität für HIT-Antikörper mit plättchenaktivierenden Eigenschaften.
Experimentelle Modelle und Tiermodelle:
Multiplate wird in vielen pharmakologischen Abteilungen und pharmazeutischen Unternehmen zur Analyse von Tierblut verwendet. Die Signalreaktion im Multiplate®-System (Anheftung der Thrombozyten auf metallischen Sensoren) beruht auf phylogenetisch sehr alten und speziesübergreifend vorhandenen Thrombozyteneigenschaften. Die Analyse von Blut von Maus, Ratte, Schwein und weiteren Spezies ist möglich. Pro Test werden nur 0,3 ml Blut benötigt. Für Forschungszwecke ist eine spezielle Messzelle mit einem reduzierten Probenvolumen von nur 175 µl verfügbar.

Multiplate® - the new standard for platelet diagnostics.